Geschichte des Erstleseunterrichts

Hasso Rosenthal                                                                                                                      Holthusen, 19. Okt. 2006

Inhalt:

01. Vor unserer Zeitrechnung         Seite 01
02. bis ins 14. Jahrhundert hinein     Seite 01
03. 15. - 16. Jahrhundert                 Seite 02
04.  17. - 18. Jahrhundert                Seite 03
05. 19. Jahrhundert                         Seite 08
06. 20. Jahrhundert                         Seite 10
07. Zusammenfassung                    Seite 13
08. Literatur                                   Seite 15 
09. weitere Texte zur Geschichte der Pädagogik

01.  Vor unserer Zeitrechnung

Im attischen Athen begann im 5. Jahrhundert v. Chr. die Schulausbildung der oberen Schichte der „Freien“ (5% der Bevölkerung) mit dem 7. Lebensjahr. Als `` Fibel´´  dienten im Elementarunterricht Texte von Homer, Äsop, Hesiod und Solon. Der ethische Gehalt dieser Dichtung diente „vornehmlich der sittlichen Erziehung der Zöglinge.“ (5/Sn. 40-41)

Im Gegensatz zu Athen durften in den privaten Elementarschulen der entstehenden römischen Republik auch Mädchen am Unterricht teilnehmen. Die Schüler der Oberschicht sollten lernen (schreiben, lesen, rechnen), indem sie den vom Lehrer vorgesagten Stoff nachsagen und auswendig lernen mussten. (5/S. 48)

Der erste `Lesevorgang´ in unseren Breiten dürfte bei den Germanen in dem Ausdeuten der zur Weissagung ausgestreuten Stäbe durch die Stammeszauberer bestanden haben. „Lesen“ ist etymologisch wortverwandt mit ` auflesen´, `aussuchen´, `auslesen´. Ein erster Lese-Vorgang könnte demnach darin bestanden haben, dass der Zauberer seinem Nachfolger mit List die Fähigkeit vermittelte, aus zufällig ausgestreuten Stäben eine sinnvolle Aussage überzeugend herauszulesen. `“List“ und „Lernen“ sind etymologisch von der Herkunft des Wortes her .. und mit „Lernen“. (3/Stichwort)

02.  Bis ins 14. Jahrhundert hinein

Bis ins Mittelalter hinein war die Schrift stark von ihrer ideogrammatischen Herkunft (Bilderschrift) gekennzeichnet und durch ihre Komplexität nur mit großem Zeitaufwand zu vermitteln. Sie war deshalb auch nur der Oberschicht zugänglich. In ihrer Entwicklung vom Bildzeichen (Ideogramm) zum Sinnzeichen (Symbol) wurde die „enge Klammer zwischen Schrift(zeichen) und Sache aufgebrochen ()“ (1/8), die Schrift funktionalisiert und damit eine Schriftbildung der Bevölkerung erst möglich, allerdings noch lange nicht verwirklicht.

Im 11. - 13. Jahrhundert wurde Bildung im Wesentlichen in Klosterschulen vermittelt. „Schon die Schulanfänger (Söhne von Adligen, die zu Vertretern der geistig herrschenden Macht, der Kirche, erzogen werden sollten) hatten sich neben der Erlernung der Kulturtechniken Lesen, Schreiben, Rechnen die gebräuchlichen Gebete, die Glaubensregeln, liturgische Texte, Psalmen und geistige Lieder in lateinischer Sprache anzueignen. Lehrmethoden waren das Vor- und Nachsagen bzw. das Auswendiglernen. Die Schüler hatten riesige Stoffmassen zu bewältigen. Auf Fasslichkeit des Stoffes oder Selbstständigkeit der Schüler im Unterricht wurde keinerlei Rücksicht genommen.“ Dabei war das Verhalten der Lehrer („Schulzucht“) „von barbarischer Strenge.“ (5 / S. 54-57)

Die Leselehre als didaktisches Problem existierte in diesen Schulen nicht, da die Unterrichtssprache Latein war und mit dem lautgetreuen Lesen der Fremdsprache die Unterrichtsmethode festgelegt war (2/168).

Der Ritterstand legte auf „Buchgelehrsamkeit, das heißt auf die Pfaffenkünste“ keinen Wert. Nur die adligen Mädchen lernten von der Mutter oder im Nonnenkloster auch lesen und schreiben, “ so das sie mit Recht als Förder- und Anregerinnen der mittelalterlichen Wissenschaft und Kunst gelten.“ (5 / 54-55) Bildung für die Mehrheit der Bevölkerung gab es nicht.

Im 14. Jahrhundert erstarkte das Bürgertum (Handel und Verkehr) und schuf in den sich entwickelnden Städten eigene Bildungseinrichtungen, die in Opposition zu denen der Kirche standen. Es entstanden städtische Latein- und Ratsschulen, die aber nicht für das Handwerk und die Stadtarmut offen waren. Latein war auch hier die Bildungssprache. Das Monopol der Kirche musste durchbrochen werden, das de Schrift für den Handel immer unentbehrlicher wurde. Neben den Glaubenssätzen wurden in diesen Schulen in merkantilistische Kenntnisse in den Bildungskanon aufgenommen. (5 / 66-68)

03.  15. - 16. Jahrhundert

Da die Lateinschulen für die Kinder der Angehörigen des Kleinhandels und der Handwerkszunft verschlossen waren, gründeten diese zu Beginn des 15. Jahrhunderts deutsche Schreib- und Leseschulen. Erstes Hauptfach war die Muttersprache und nicht mehr Latein. Auch hier war die Leselernweise mechanisch: Der Lehrer sprach etwas vor und ließ es die Schüler nachsprechen. „Zum Erlernen des Alphabets erhielten sie aus Holz geschnitzte oder auf Holztäfelchen gemalte Buchstaben, die sie in (verlangter) Reihenfolge von Silben und Wörtern zusammenfügen mussten. (5 / 62) 1471 erschien die Buchstabentafel von Christofferus Hueber. (1 / 62)

Neu war dabei, dass die Unterrichtstexte (Briefe, Bibelsprüche, Urkunden) in deutscher Sprache verfasst waren und mit den fallenden Papierpreisen in den Schulen immer mehr Verwendung fanden. (Gutenbergs Erfindung der gegossenen Lettern 1445). „In Zusammenhang damit erschienen gegen Ende des 15. Jahrhunderts die ersten Lesebücher in deutscher Sprache.“ (5 / 70)

Die in den Schreib- und Leseschulen verwandte Buchstabiermethode (Hueber) beruhte auf der Tradition der Schriftenentwicklung, die von der Wortschrift zur Buchstabierschrift geführt hatte. „Der Name des Buchstaben erschien aus solcher Tradition gleichbedeutend mit seiner Bedeutung. Hieraus erklärt sich auch die Unterrichtsmethodik des Verbildlichens der Buchstaben.“ (2 / 170) Indem man die Buchstaben verbildlichte (Das A wurde bei Buno zum Aal verkrümmt), vollzog man die Entstehung der Buchstabeschrift nach. „Die Buchstabiermethode ging vom Buchstabennamen aus. Der Schüler lernte zunächst das Alphabet auswendig sprechen. (). Mit Hilfe der so (´gelernten´) Elemente wurde in einem zweiten Schritt deren Verbindung hergestellt und eingeübt.“ (1 / S. 62)

Die deutschen Schreib- und Leseschulen waren alle nicht dem Volk zugänglich, so dass es weiter ohne Bildung blieb. Es gab nur einige private „Winkel- und Klippschulen“, deren Lehrer von den etablierten städtischen und kirchlichen Bildungseinrichtungen bekämpft wurden, und die ständig in Angst lebten, von der Kirche der Ketzerei beschuldigt zu werden. Im Rahmen der Gegenreformation wurden viele dieser Schulen verboten. Ihr Unterricht unterschied sich kaum von dem in deutschen Schreib- und Leseschulen. Nur das Schulgeld war niedriger. (5 / S. 72)

1527 erschien von Ickelsamer „Die rechte weis auffs kürtzist lesen zu lernen.“ Ickelsamer verwarf die historisch und systematisch begründete Buchstabiermethode. Die Kinder sollten nach der von ihm entwickelten Methode (die Springer 1803 Lautiermethode nannte) die Buchstaben als das, was sie sind, als Laute gelernt werden. (2 / S. 170) Die Kinder mussten nicht mehr das Lesen und Schreiben mittels der `Wortnamen´ (te-i-es-ce-ha-Tisch), sondern mittels der Buchstabenlaute (t-i-s-c-h-Tisch) lernen. (1 / S. 64) 

Bekannt geworden war Ickelsamer durch seine „Teutsche Grammatica“. In seiner Fibel „Die rechte weis…“ wurde zum ersten Mal das Prinzip der Anschaulichkeit in einem Schulbuch (in Deutschland) verwirklicht, indem Ickelsamer den Kindern das Erlernen des Alphabets und des Buchstabierens dadurch zu erleichtern suchte, dass er die einzelnen Buchstaben in Verbindung mit Bildern einführte. Dabei sollte eben nach der von ihm eingeführten Lautiermethode die Schriftenreihe so benannt werden, wie „sy im Wort hiessen“. (5 / S. 71)

04. 17. - 18. Jahrhundert

Im Zuge der Reformation entwickelte sich im Gebiet des deutschen Reiches (das in dreihundert Einzelstaaten zersplittert war) eine Bewegung zur Einrichtung von Schulen für „gemeine, schlichte und arme Kinder“ (5 / S. 109), die allerdings durch die zerstörerische Kraft der Gegenreformation und des religiös begründeten, politisch und wirtschaftlich motivierten Dreißigjährigen Krieges (1630-1648) wieder unterging. Es war die Zeit des gesellschaftlichen Wandels vom Feudalismus zum Merkantilismus. Diesen Wandel begleiteten die Ideen von Descartes, John Locke und andere Vertreter der Idee der Aufklärung. 

Um 1620 griff der Pädagoge Wolfgang Ratke die Idee der Antike von der `tabula rasa´ des menschlichen Verstandes bei dessen Geburt wieder auf. Er behauptete, dass das Denken sich erst von Geburt an entwickelt und nicht durch Vererbung bestimmt sei. Den Erkenntnisvorgang beschrieb er in zwei Stufen: 
Vom dinglichen (anschaulichen) zum abstrakten (reflektierten) Denken. 
Deshalb verwarf er auch die Methode des Auswendiglernens und forderte die Methodik der Wissensvermittlung durch das „Verständnis“. Er kämpfte für die Einführung der allgemeinen Schulpflicht. Nach seinen Vorstellungen sollte kein Kind die Schule verlassen, ohne Lesen, Rechnen und Schreiben gelernt zu haben. (5 / S. 109)
1693 schlug John Locke (Some Thoughts Concerning Education) vor, in Schulen weniger theoretisches Buchwissen und mehr anschauliches Wissen zu vermitteln. Er empfahl, Bäume zu studieren als Bücher über Bäume, auch solle man nach Frankreich fahren, anstatt ein Buch über Frankreich zu lesen. Er entwickelte die Lehre von der Ausbildung des Geistes, mit der geistige Fähigkeiten durch Übungen in der Logik und im Erkennen und Widerlegen von Irrtümern geübt und erweitert werden sollen.

Wenn in der Bundesrepublik Deutschland gegen eine sinnvolle Bildungspolitik weiter der Knüppel der Globalisierung geschwungen wird, lohnt es sich wohl, die Schriften Ratkes und Lockes in die Diskussion wieder einzuführen. Denn die Konsequenzen, die aus den diskussionswürdigen PISA-Ergebnissen hierzulande gezogen werden, laufen mit der „Autonomisierung“ der Schulen in Richtung auf eine Paukschule („teaching for the tests“) natürlich auch aktuellen Lernforschungsergebnissen zuwider. 

1623 erschien Campanellas Buch „Sonnenstaat“, in dem eine Erziehung beschrieben wird, die vom Lehrer fordert, durch Anschauung gleichsam spielerisch in alle Wissenschaften einzuführen. (5 / S. 95) 1632 stellte der tschechische Theologe und Pädagoge Comenius (1592-1670) die Forderung nach dem dreistufigen Schulsystem auf: Nach der „Mutterschule“ (=Familie) sollten Muttersprachschule (=Primarstufe), Lateinschule (=Sek I) und Universität als öffentliche Einrichtungen die Aufgabe der fortschrittlichen Bildung übernehmen. Sein „Orbis sensualium pictus“ (1658), war das erste illustrierte Lehrbuch (Latein) für Kinder. 

Bekannt wurde im 17. Jahrhundert das ABC-Büchlein von Johannes Buno (1617-1697), der als Schuldirektor in Danzig und Lüneburg gearbeitet hat. Er will die Lehrer in seiner Didaktik informieren, wie die Kinder „vergnüglich“ in die Kunst des Lesens eingeführt werden können. Man könne das Leselernen in „kindischen Händeln, Mährlein und Spielen“ vorstellen. Er stellt eine Verbindung des lautierenden und des buchstabierenden Prinzips her und versucht, für die Gewinnung eines Lautes und der Form des Buchstabens optische und fabulierende Eselsbrücken zu generieren. Er entwickelte die Anschauungstafel, den Buchstabierwürfel, die Idee der Motivation („seinen Schülern ein Lust und Muht zum lernen erwekken“), die Betonung der ständigen Wiederholung, wies auf die Bedeutung der gedehnten Aussprache hin und sprach vom pädagogischen Takt (wie Herbart), nach dem der Lehrer sich den Lernbedingungen seiner Schüler anzupassen habe. 

Das Lernen wird in eine Geschichte des „ungeschickten Hans“ gepackt, denn dadurch sollen die Kinder nicht das Gefühl haben, „daß man sich anmasse, als ob man sie lehren wolle, sondern sie sollen nur hören, wie Hans wie Hans gelernet“. 

In den Gymnasien des 17. Jahrhunderts ersetzte Deutsch Latein als Bildungssprache. Die Leselehre als didaktisches Problem existierte nur für den Erstlehreunterricht. Unterrichtsmethode war die Buchstabiermethode, da sich die Anhänger der Lautiermethode noch nicht hatten durchsetzen können. Eine weiterführende Leselehre gab es nicht. (2/S. 169)
Das erste weitverbreitete Leebuch war im 17. Jahrhundert die von Luther in deutscher Sprache verfasste Bibel (5/S. 108).

Mit der ökonomischen und sozialen Umgestaltung rückte auch die Forderung nach einer allgemeinen Schulpflicht zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder in den Fordergrund. Das Volksschulwesen (Inhalte: Lesen, Schreiben, Rechnen, Religion) entwickelte sich unterschiedlich schnell. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war in fast allen deutschen Staaten die allgemeine Volksschule (theoretisch) eingeführt. (5/S. 139)

Einen allgemeinen Lehrplan gab es nicht. Jeder Staat richtete die Schulen nach Belieben ein und stellte sie im Regelfall unter die Herrschaft der Kirche. Wissen sollte in den Schulen nur vermittelt werden, was unbedingt notwendig war. „Es sollten möglichst wenige Schulbücher verwendet werden. Adel, Kirche und Staatsbürokratie vertraten die Auffassung, dass Bibel, Katechismus und Fibel sowie eine Sammlung von Rechenaufgaben und ein Lesebuch, welches das nach ihrer Ansicht nach Wissenswerte aus Naturkunde, Erdbeschreibung, und Geschichte enthielt, vollkommen genügten“. (5/S. 297)
 

Von Beginn des 18. Jahrhunderts verbreitete sich die Lautiermethode (später „Synthetische Methode“) immer mehr. Die didaktische Ordnung des Leselernens war nicht mehr die Systematik des Alphabets, sondern bestimmt vom Schwierigkeitsgrad der Laute als Buchstaben und deren Verwendbarkeit zur Bildung mehr oder weniger lautreiner Silben. (2/S. 171)

Die höhere Bildung war dem Großteil der Bevölkerung verwehrt. Zur Zeit Friedrichs II. wurde in Preußen eine Verordnung diesbezüglich erlassen: „Daher seine Verordnung, daß Kinder von Bauern und Gärtnern ohne Licenzschein eine Lateinschule nicht besuchen und mit dem Scheine höchstens die vier untersten Klassen besuchen dürfen. Sie laufen sonst in die Städte und wollen Sekretäre und s etwas werden.“ (1/S. 9)

1791 stellte Friedrich Gedicke in dem Vorwort seiner Fibel „Kinderbuch zur ersten Übung im Lesen“ grundsätzlich auf den Standpunkt, dass der natürliche Gang der geistigen Entwicklung stets vom Ganzen zu den Teilen gehe und deshalb im Leseunterricht mit dem Ausgang vom Element gebrochen werden müsse (1/ S. 73). Er propagierte deshalb die Ganzheitsmethode (später „Analytische Methode“ genannt), die nach Kern vier Lernschritte umfasst:
1. die Bereitstellung des Materials
2. die Aussonderung der Teile
3. die Meisterung des akusto-motorischen Wortklangbilds
4. die Bildung der Ablaufformen des ganzheitlichen Lesens

Die Kinder sollten also über die Artikulation der Worte quasi ikonisch (vom Wortbild her) das Wortbild (bei anderen das Satzbild) erfassen, dieses Bild in seine Einzelteile zerlegen lernen (Laute, Buchstaben bzw. Worte, Laute, Buchstaben), um anschließend neue (unendlich viele) Worte erlesen zu können.
Im 16. Jahrhundert kam eine Fibel auf, die ohne Verfasserangabe als „Hahnenfibel“ bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nahezu unverändert in vielen Auflagen gedruckt in vielen Schulen als Elementarbuch Verwendung fand. Mit Hilfe solcher religiöser Fibeln wurde der Leselernprozess über die Buchstabiermethode eingeführt. Mit der ersten Seite mit den großen Druckbuchstaben lernten die Schüler die Buchstabennamen kennen. Die zweite Stufe war das syllabisieren. Die Schulmeister nannten die Buchstabennamen der einzelnen Silben, ließen sie von den Schülern nachsprechen, sagten dann die ganze Silbe vor, die ebenfalls im Chor nachgesprochen werden musste. Nach einiger Übungszeit wurde die Arbeit auf erste Texte übertragen. Silbenweise wurde die Worte vorgetragen, nachgesprochen, zusammengezogen, nachgesprochen. Die Vorgehensweise wird trotzdem ganzheitlich genannt, denn die Schüler kannten vor dem Leselehrvorgang die religiösen Texte aus den Elternhäusern, mussten sie vorher, ohne den Text gelesen zu haben, auswendig lernen. Wurde zum Beispiel mit dem Glaubensbekenntnis „Vater unser…“ buchstabierend und lesend gearbeitet, so konnte jedes Kind die einzelnen Wörter orten und das Syllabisieren bereitete ihnen oft wenig Schwierigkeiten, weil sie jedes Wort schon kannten und aussprechen konnten. Von da her war der Sprung in das selbstständige Erlesen möglich. (4/S. 44)
 

05. 19. Jahrhundert

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die professionalisierte Seminarausbildung der Lehrer. Ihre liberalen und demokratischen Tendenzen wurden 1854 mit den drei preußischen Regulativen (Erlassen) unterdrückt, mit denen auch eine umfassende Seminarausbildung verboten wurde. Bestimmung war, dass die Norm der Seminarausbildung sich nur an dem Können zu orientieren hätte, welches in der Elementarschule gebraucht würde. (5/S. 354)

1852 forderte Diesterweg eine neue, von der Kirche unabhängige Schule. Die Schüler sollt nicht nur elementare Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen erhalten, sondern eine umfassende Bildung. Nicht lebensfremder Gedächtnisstoff, sondern nützlicher, den neuen Bedürfnissen entsprechende Kenntnisse sollte die von ihm angestrebte Nationalschule vermitteln. Die Schüler sollten nach seinen Vorstellungen die Rechtschreibung nicht durch „einschleifen“ lernen, sondern sollten die Regeln der Rechtschreibung kennen lernen, um sie richtig (überlegt) anwenden zu können. (5/S.283)

Im 19. Jahrhundert war die Schulpflicht in allen Staaten Deutschlands eingeführt. Da aber viele Familien sich vor dem Verhungern nur dadurch retten konnten, dass sie die Kinder in Bergwerken, Fabriken, Landwirtschaft und als Laufburschen arbeiten ließen, war ein solches Gesetz nicht in die Wirklichkeit umzusetzen. Erst die Erfolge der erstarkenden Arbeiterbewegung und die Reaktion des Staates auf die Forderungen der „gefährlichen Socialdemokratie“, der Gewerkschaften und eines Teils des Bürgertums nach einer allgemeinen Verwirklichung des Verbots der Kinderarbeit (und der damit notwendigen Anhebung der Löhne) ermöglichte eine Verwirklichung der alten Forderung nach einer zumindest elementaren allgemeinen Bildung.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde fortlaufend die Buchstabiermethode negen der Lautiermethode angewandt. So war die „Fibel für gute Kinder“ noch 1835 wie folgt gegliedert:
1. Alphabet
2. Untergliederung in Vokale, Diphtonge, Konsonanten, Doppelkonsonanten
3. Silben
4. Wörter
5. Sätze
6. Texte (2/Sn. 169-170)
Die Buchstabiermethode selbst wurde 1803 und 1872 in Preußen verboten (1/S. 62)

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurde aus der Kritik an der „formalistischen Tendenz“ der Lautiermethode (aus dem Zwang, möglichst lautgetreue Silben und Wörter zu finden) die analytische Methode entwickelt (Gedicke: Ganzheitliche Methode). „Dem eigentlichen Lesen wurde ein wortschriftliches `Lesen´ vorgeschaltet.“ Anschließend sollten die Kinder nach diesem `Vorkurs´ selbsttätig Laute und Buchstaben herausfinden. Hier findet die eigentliche Analyse statt. (2/S. 171) Sind durch die Analyse die Laute und Buchstaben gewonnen, wird das Zusammenfügen der Laute und Buchstaben gelehrt (Synthese) (2/S. 172).

„Im 19. Jahrhundert neigte man dazu, jeweils sofort nach dem wortschriftlichen Erlesen des Wortes oder eines Satzes aus diesem die Laute abzuleiten.“ Dafür gab es in den Fibeln einen Katalog von „Normalwörtern“ bzw. „Normalsätzen“. (Früher Zeitpunkt der Analyse) (2/S. 172) Als Theoretiker der analytischen Methode übernahm Karl Seltzsam 1841 von Jacotot die Ganzsatzmethode, indem er Sätze aus einem Lesebuch in seiner Fibel verwandte. Der erste Satz hieß deshalb: >„Franz! Franz! O komm doch bald zu mir!“ So rief einst Karl Franz zu. < 
Später wurden die Silben vereinfacht: „Alma malt“ (Graffunder). Neben dieser Ganzsatzmethode gehen bis heute viele Fibeln vom Wort aus (2/S. 172).

Eine der erfolgreichsten Fibeln im 19. Jahrhundert war die von Albert Haesters (1811-1883). Programmatisch kündet Hesters schon im ersten Satz seines Vorworts an: Der Schüler soll das Lesen durch das Schreiben lernen.“ (4/S. 53) In seiner Schreiblesefibel beginnt der Unterricht mit Vorübungen, mit denen Begriffe geklärt, verschiedene Linien vom Lehrer vor- und von den Schülern nachgezeichnet werden. Lesend werden kleine Sätzchen vor- und nachgesprochen, um sie danach in Silben und die Silben in Laute aufzulösen. Er geht sehr kleinschrittig vor. Dem I-Laut folgen die Semi-Vokale N und M, weil sie sich für das Syllabisieren besser eignen als reine Konsonanten. A und B kann man schlechter zusammenziehen als A und M. „Durch die Einführung immer neuer Laute wird es ihm möglich, relativ viele neue Worte schreiben und lesen zu lassen“. (4/S. 54) 

06. 20. Jahrhundert

1909 entwickelt Carl Malisch für seine „Fibel für den ersten Schreibleseunterricht“ die Ganzwortmethode. Sie wird seitdem bei den Verfechtern der ganzheitlichen Methode gleichberechtigt neben der Ganzsatzmethode in den Fibeln verwandt. (2/S. 172)Ausgangspunkt für Malischs Methode war sein Erleben der zweisprachig aufwachsenden Kinder in Schlesien. Die Kinder zweisprachiger Elternhäuser bringen oft nur ungenügende sprachliche Voraussetzungen für den Leselernprozess mit. „Gerade unter den besonders schwierigen Bedingungen eines zweisprachigen Gebietes musste sich darum ein Leseverfahren, das vom Sprachganzen ausging, jedem synthetischen Verfahren überlegen zeigen.“ 

Nach der Novemberrevolution 1919 entwickelte sich in Deutschland eine Bewegung zur Reform der herkömmlichen, autoritären Pädagogik. Ihre „methodischen Verbesserungen basierten auf den didaktischen Grundsätzen der Selbsttätigkeit, der Anschauung, der Fasslichkeit und der Entwicklung der schöpferischen Kräfte des Kindes. () Der Unterricht in der Unterstufe erfuhr eine grundlegende Umgestaltung.“ Die Eingewöhnung des Kindes in das Schulleben, die Verbesserung der Methode des Erstleseunterrichts, die stärkere Betonung der Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit mit dem manuellen Tun waren Erfolge der reformpädagogischen Bewegung. Die Erziehung zum freien Sprechen und Schreiben waren wichtige Anliegen der Reformpädagogen (Gaudig, Petersen). Der freie Aufsatz setzte sich immer mehr durch. (5/S. 567) Aber erst 1930 konnten Wittmann und Kern der Ganzheitsmethode zum Durchbruch verhelfen. (8/S. 13)

Nachdem im 19. Jahrhundert die Analyse des Sprachmaterials sofort erfolgte, verschob sich beim ganzheitlichen Verfahren der Zeitpunkt der Analyse immer mehr, so dass der Lehrer mit den Kindern von einem größeren wortschriftlichen Sprachmaterial ausgehen konnte. (2/S. 172) Auch veränderte sich das Schriftbild in einigen Fibeln von der Schreibschrift zur Druckschrift. Annahme war dafür, dass der Übergang von der Schreibschrift zur Druckschrift den Kindern schwerer fallen würde, als der umgekehrte Gang. 

Seit 1930 bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts stritten sich die Verfechter der synthetischen Lautiermethode mit denen der analytischen Ganzheitsmethode. 1960 wiesen Schmalohr und Müller die (relative - siehe Menzel) Gleichwertigkeit beider Leselernverfahren nach. Trotzdem ließ der Streit um die richtige Methode nicht nach. „Befürworter der einen wie der anderen Lehrweise beschuldigten sich gegenseitig des Dogmatismus, der Unkenntnis der Psychologie des Lernens und der Vergewaltigung des kindlichen Geistes.“ Die Schulfibel, so schrieb C.F. Schmidt sei zum Schibboleth zweier weltanschaulicher Lager geworden. (12/S. 77)

Nach 1968 lösten sich nach der Reformdebatte die Fronten. Eine erneute Untersuchung von Willi Ferdinand wies 1970 die Gleichwertigkeit beider Verfahren nach. (8/S. 13) In den Jahren danach wurden neue Lehrgänge entwickelt, die sich um eine bewusste Integration beider Ansätze bemühten. Deren Autoren plädierten wie Menzel (7/S. 19) für das methodenintegrierte Verfahren. Nach Menzels Auffassung kann nur damit die Lese- und Schreibfähigkeit von Anfang an richtig, also in Verbindung der phonologischen, syntaktischen und semantischen Komponenten, vermittelt werden. 

Die Leselehre entwickelte sich im Anschluss daran mit einem stärkeren Schwerpunkt auf die weiterführende Leselehre (13/S. 173). Damit soll der Erstleseunterricht perspektivisch auch dazu beitragen, dass die Schüler zu einem selbstständigen, kritischen Lesen hingeführt werden. 

Helmers und Baumgartner forderten als übergreifendes Ziel das informatorische Lesen, dessen Voraussetzung der „Kraftakt“ eines guten Erstleseunterrichts sei (2/S.149). Parallel zu der Entkrampfung des Methodenstreits verstärkte sich die Kritik an der alles beherrschenden Stellung der Fibel: „Die beherrschende Stellung der Fibel, wie sie weithin heute noch anzutreffen ist, bindet die Lehrer zu stark an bestimmte Inhalte, einen bestimmten Wortschatz, eine bestimmte Übungsform, sofern er nicht mit großem Aufwand an Phantasie und Zeit sich selbst seinen Handlungsraum erweitert. (1/S. 33) Die Fibel behindert nach Meinung von Meyers durch die Diktatur der Methode des Unterrichtsstils und der Lehrinhalte eine solche, nach seiner Meinung notwendige Erweiterung des Leselernens. 

Einer der Autoren der CVK-Fibel vom pädagogischen Zentrum Berlin Peter Heyer schrieb, dass das Lesen in Fibeln heruntergekommen sei zum Üben der Technik ohne Bezug zum Inhalt. (8/S. 14) Hier wurden Lehrgänge angeboten, die sich von der gebundenen Form lösten und offene Lehrangebote für Schüler entwickelten. In dem Lehrgang wurde versucht, (Schlotthaus) als Voraussetzung eines sinnvollen Lehrgangs die Lebenswelt der Kinder einzubeziehen und an ihre Sprachverwendung anzuknüpfen. „Die meisten Sprechhandlungsweisen, die die moderne Pragmalinguistik als Sprechakte bezeichnet, werden von (den Kindern) in altersspezifischer Ausprägung () verwendet.“ (14/S. 84-85) Genannt werden expressive Verhaltensäußerungen, appellative Äußerungseisen, sachlich informierendes Berichten und unterhaltendes Erzählen. Allerdings forderte schon Buno schon vor 200 Jahren, dass der Lehrer neben dem Gebrauch der Fibel den Lernbedingungen der Schüler anzupassen habe, hatte Malisch vor 100 Jahren gerade zur Arbeit mit sehr leistungsheterogenen Klassen die Methodenintegration ausgearbeitet. 

Ausgegangen wird seitdem stärker davon, dass Kinder ein Lern- und Vermittlungsinteresse haben und deshalb eine offene, angenehme, von Leistungsdruck freie Unterrichtsorganisation angestrebt wird. (15/S. 24) Problematisch scheint dies bei den festen Organisationsformen deutscher Schulen. Auch ist der gesellschaftliche Konsens gegen integrative Lernformen, geschürt von vielen medienmächtigen Gruppen einem voranschreitenden, für die gesamte Schulzeit gültigen Konzept der Schreib- und Leseentwicklung entgegengesetzt. So wird von Arbeitgeberseite immer wieder postuliert: „Ziel einer modernen Pädagogik muss es sein, jedem Schüler seine Bildung; nicht aber allen Schülern dieselbe Bildung anzubieten.“ (11)

Ein Gleichnis macht die gegenwärtige Lage der Schulreformdebatte deutlich:
Der Postkutschenverkehr um 1820 hatte seine Probleme; man darf sicher sein, dass an seinen Verbesserungen laboriert wurde: bessere Beaufsichtigung der Kutscher, zügigere Pferdewechsel, schnelle Reparaturmöglichkeiten, bessere Pferde und sofort. Bald 200 Jahre später erscheinen diese Reformversuche rührend gegen die aufkommende Verkehrsrevolution mit Eisenbahn, Autobahnen und Flugverkehr. Doch seinerzeit konnte man sich nichts anderes als eine Postkutschenentwicklung vorstellen.

07 Zusammenfassung

1. Synthetische Methoden: Diese beginnen mit dem Lernen der Einheitsentsprechungen
und setzen den Schwerpunkt auf die Synthese (Buchstaben und Laute werden zu Wörtern zusammengefügt).
2. Analytische Methoden: Diese gehen von Ganzheiten der gesprochenen/verschrifteten Sprache aus und gliedern davon Untereinheiten (Buchstaben, Laute, Silben) aus.
3. Integrierte Methoden: Diese fügen Merkmale der synthetischen und der analytischen Methoden zu einem neuen Methodenkonzept zusammen.
4. Offene Lernangebote: Dies sind Konzepte, die die Diskrepanz zwischen einem vom Kinde her bestimmten ('aktiven') Lesenlernen und einem vom Lehrer und von vorgegebenen Fibeln und Lehrgängen her bestimmtes Lesenlehren ('passives Lernen') mehr oder weniger aufzuheben versucht.

Methodenintegration (Mischmethoden)
In vielen modernen Fibeln ist das analytisch-synthetische Verfahren zu finden, das vom Wortganzen ausgeht, dieses auf Laute und Buchstaben hin analysiert und schließlich in der Synthese wieder vereinigt. Dieser methodische Ansatz (ganze Wörter gleich von Beginn an in ihre Teile zerlegen, den Anfangsbuchstaben lernen) ist der in der ganzen Welt und auch in Österreich am weitesten verbreitetste Leselernbeginn. Alle methodenübergreifenden Verfahren haben gemeinsam, dass sie zwar von Ganzheiten ausgehen, aber schon sehr bald Laute und Buchstaben herausarbeiten.

Das Leselernen wird seit einigen Jahren nicht mehr losgelöst vom Schreiblernen betrachtet. Deshalb spricht man heute vom Schriftspracherwerb oder Leseschreiblehrgängen. Lese- und Schreiblehrgang sind wechselweise aufeinander bezogen. Oft wird von Anfang an mit einer Anlauttabelle gearbeitet. Die Methodenintegration hat sich weltweit durchgesetzt.

Fibeln im Jahr 2006 werden beispielhaft folgendermaßen beworben:

Fara und Fu; Schroedel; 2002
Jens Hinnrichs, Magdalene Grüner-Troch, Petra Heinrich, Magdalene Grüner- Troch
„Die Fibel Fara und Fu führt das in vielen Jahren in der Praxis bewährte Schlüsselwortverfahren weiter und optimiert dieses durch noch mehr Möglichkeiten zu Selbsttätigkeit und eigenständigem Lernen. Das Doppelseitenprinzip: Auf jeder Doppelseite werden in sich geschlossene Themen dargeboten. Des weiteren wurden die Bilder noch enger an die Lebenswirklichkeit der Kinder angelehnt. () (Das Unterrichtsmaterial bietet) vier mögliche Übungsseiten, die in der Freiarbeit, im Wochenplan oder als Hausaufgabe erledigt werden können. Zumal die Kinder bereits nach kurzer Zeit den klaren Aufbau der verschiedenen Übungsformen kennen lernen und entsprechend ihrem individuellen Lerntempo arbeiten können. Völlig neu ist die dazugehörige Lernsoftware.“

ABC der Tiere; Mildenberg; 2003
Klaus Kuhn
„Um erfolgreich in einen Lese- und Schreiblehrgang einsteigen zu können, sollten die Schulanfänger die Raumlage etc. sicher beurteilen und Wörter silbieren können. Die Malhand bzw. die Schreibhand sollte im Vorschulalter ermittelt werden. Im Unterschied zur Anlautmethode werden bei Lesen und Schreiben in Silben in den ersten 10 Unterrichtswochen die Konsonanten als Starter der Silben (z. B.: ma, la, ta) wahrgenommen. Die Lautgebärden ermöglichen eine Verständigung mit den Schülern. Auf dieser Grundlage kann mit der Silbenmethode jedes Kind lesen und schreiben lernen, ohne eine LRS- Symptomatik zu entwickeln. Alle Kinder lernen mit der Silbenmethode besser und schneller lesen und schreiben. Eine Lese-/Rechtschreibschwäche (LRS) kann von Anfang an vermieden werden. Leistungsstarke Kinder werden auf diesem Weg nicht „gebremst”.“

Tobi-Fibel; Cornelsen; 2001
Wilfried Metze, Gabriele Schlund, und Dagmar Sedlmeyer
„Im Gegensatz zu vielen anderen Fibeln ist die Tobi-Fibel kein reines Lese- und Sachbuch mit begrenztem Wortschatz und künstlichen Fibeltexten, denen man sofort anmerkt, nur geschaffen worden zu sein, um Buchstaben einzuführen und zu üben. Vielmehr handelt es sich bei ihr um ein Kinderbuch zum Lesenlernen. Es erzählt in einer fortlaufenden Geschichte mit fantastischen und realistischen Anteilen von einer Koboldfamilie im Wald. Man merkt ihm nicht auf den ersten Blick an, dass es eine Fibel ist. Der lesetechnische Aspekt bleibt im Hintergrund, da die Fibel-Texte nicht primär der Erarbeitung der Buchstaben dienen, sondern die Handlung vorantreiben.
Die Fibel kommt völlig ohne ganzheitliche Elemente aus. Auf jeder Seite tritt meist nur ein neuer Buchstabe hinzu, der unten in einem Pilz abgebildet ist. Die Kinder, die das Leseprinzip erfasst haben, können sich mit Hilfe der Buchstabentabelle und der Fibel die neuen Buchstaben sukzessive selbständig erarbeiten und die Geschichte selbst lesend erschließen.“
 

08 Literatur

01) Entdogmatisierung des Erstleseunterrichts; Meiers; Regensburg; 1974
02) Didaktik der deutschen Sprache; Helmers; Stuttgart 1972
03)     Duden-Herkunftswörterbuch; Mannheim 1963
04) Fünf Fibeln aus fünf Jahrhunderten; Muth; Bad Godesberg 1962
05) Geschichte der Erziehung; Günther u.a.; Berlin 1963
06) Erziehung zur Entscheidung; Martina I. Kischke; Frankfurter Rundschau
07) Methoden des Erstleseunterrichts; Menzel; Praxis Deutsch 5/75
08) Wie sollen die Kinder lesen lernen?; Ute Blaich; Zeit 11/74
09) Ökonomie als Lehrfach; Capital; 9/75; Sn. 104-106
10) Verlage üben sich in Selbstzensur; Schaller; Frankfurter Rundschau; 24.7.75
11) Schulpolitik; Jochums; der arbeitgeber; 3/75; Sn. 80-81
12) Backe das O - Lesen; Spiegel; 17/66; Sn. 77-84
13) Leseunterricht heute; Baumgärtner; praxis deutsch 13/75
14) Wie kann die Eingangsstufe die Kommunikationsfähigkeit fördern?; Schlotthaus;  Arbeitskreis Grundschule; Frankfurt 1974
15) Sprachförderung in der Eingangsstufe unter kommunikativem Aspekt; Wacker; in  „Kooperation und Kommunikation“; Arbeitskreis Grundschule; Frankfurt 1974
16)  Erziehung durch Faszination; Leonard; Hamburg 1973
17)  Erfolgreiches Leselernen für alle Kinder; Heyer; Praxis Deutsch 13/74
18)  Fördern Schreibkonferenzen selbstständiges Handeln von Grundschulkindern?;  Gudrun U. Spitta; praxis deutsch 136/1996
19)  Deutschunterricht von A bis Z; Hrg. Heck, Neumann; Braunschweig 



 Weitere Texte zur Geschichte der Pädagogik:

- Anmerkungen zur Geschichte des Schulspiels 

- Lernen mit Kopf, Herz und Hand

- Geschichte des Gesamtschulgedankens

- Zur Geschichte der arbeits- und handlungsorientierten Bildung (Reformpädagogik)

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- Lehrerbildung 1826 (Ein Protokoll aus der Zeit)

- Zur Situation der Lehrer im 19. Jahrhundert in Ostfriesland

- 110 Jahre Lehrerverein Oberrheiderland (Zeitungsartikel von 1930)

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