„Zunehmende Gewalt im Jugendbereich - Ursachen und Lösungswege"

Schlagworte für die Arbeit in der Schule:
Erscheinung - Ursachen - Maßnahmen (Rosenthal)
 
 

Erscheinung Ursachen mögliche Maßnahmen
66 % der Jugendlichen habe keine Gewalterlebnisse
0,5 % tauchen beim GUV als Opfer auf
Die Polizei stellt Verjüngung und Brutalisierung fest.
Lehrer erleben ein Anwachsen der Aggression.
Erziehung:
Bei vielen Delinquenten fällt auf:
Väter halten sich psychisch aus der Erziehungheraus und fallen den Frauen damit in denRücken; Fehlen eines erzieherischen „Gegen-pols"
Aktive Schüler-Elternarbeit mit entsprechenderSchulung und Entlastung
Ziel der körperl. Aggression:
Kopf 29%, 
Hand 28%, 
Fuß12%,
Prellungen 33%, 
Quetschungen 26%,
Zerrungen 18%, 
Zerreißungen 11%,
Brüche 9%
Teufelskreis:
Fast 100 % der Täter waren früher auch Opfervon Aggressionen.
Vielleicht fehlt deshalb auch oft jede Spur von Schuldbewusstsein bei den
Tätern gegenüber den Opfern.
Bei Gewaltttaten
- eindeutig
- schnell
- konsequent 
handeln können
Formen der Gewalt:
a) Durchsetzungsgewalt
b) psychische Gewalt
c) selbstzerstörerische Gewalt (Drogen)
d) strukturelle Gewalt
Der Erziehungstil: „Mach´was du willst undstöre mich nicht" (Laissez-faire) Fehlen eines konsequent demokratischen(regelbejahenden) Erziehungsstils Lehrer als Wissensvermittler und Erzieher verstehen
Täteräußerungen nach der Tat:
„Es ist besser, etwas Negatives zu erleben, als gar nichts zu erleben."
Untersuchung der JVA-Hameln:
„Gewalt macht Spaß!"
„Gewalttätigkeit beweist Mut."
„Gewalttätigkeit ist Ausdruck eineswunderbaren Lebensstils."
Täter sind Weltmister im Verharmlosen:
„Das Opfer hat Schuld."
Männlichkeitsbild von der Überlegenheit Schule braucht gesellschaftliche Rückendeckung.
Permanente Angriffe auf die Lehrer und eine ständige Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bieten keine Möglichkeit, Defizite der Jugendlichen auszugleichen.
(Prozess der Demotivation)
Massive Defizite im Umgang mit realen Alltagserfahrungen durch exzessiven Medienkonsum:
elektronisches Kinderzimmer
Entlastung der Lehrer mit Klassen, in denen sozial auffällig gestörte Schüler und stark lerngestörte Schüler sind.
Offenes Portemonaie:
fehlende Frustrationserfahrungen durch das„wunschlose Dasein" (alle Wünsche könnenerfüllt werden und werden erfüllt)
Alkohol als legale Droge; Unfähigkeit, damitumzugehen
Negatives Selbstbild:
„Du bist nicht wichtig!"
fehlende Ich-Stärke:
Wer sich selbst fremd ist, dem sind auch andere Menschen fremd
Eigene Schwächen und Fehler werden mit dem Sündenbockdenken verdrängt:
„Nicht ich bin Schuld, `die anderen´ sind es."
Zerstörung der Lebensräume und Lebensperspektiven der Jugendlichen
Verlierer der Wohlstandsgesellschaft werdenimmer mehr an den Rand gedrängt.
Schulsystem nach dem Prinzip:
Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen