Erziehung zur internationalen Verständigung
Catalogue of aims for international understanding
Erziehung zur internationalen Verständigung

Allgemeines Lernziel:
Fähigkeit und Bereitschaft, Vorurteile gegenüber anderen Gruppen und Gesellschaften abzubauen, die Bedingungen ihrer Andersartigkeit zu erkennen, für eine gerechte Friedensordnung und für die Interessen benachteiligter Gruppen und Völker einzutreten.

Lernzielkatalog:

 1. Die politische und soziale Umwelt nach Chancen und Gefahren für eine friedliche Gestaltung 
     der Zukunft befragen können.

 2. Erkennen, daß ohne Friedenssicherung alle politischen Bemühungen um die Gestaltung eines 
     demokratischen Europa sinnlos sind.

 3. Erkennen, daß es notwendig für die eigene Zukunft ist, Vorurteile gegenüber anderen Gruppen 
     und Gesellschaften abzubauen, Eigenarten anderer als zum eigenen Erleben gleichberechtigt zu 
     achten.

 4. Erkennen, daß die Völker für eine gerechte Friedensordnung und für die Interessen 
     benachteiligter Gruppen und Völker eintreten müssen. 

 5. Erkennen, daß Gewalt Gegengewalt provoziert, Gewaltdrohung nie im Interesse des Friedens 
     geschehen kann.

 6. Erkennen, daß es notwendig ist, Angriffskriege zu ächten. 

 7. Erkennen, daß Rüstung volkswirtschaftlich schädlich und in sich aggressiv sein kann.

 8. Erkennen, daß Kriege und Konflikte wesentlich in unterschiedlichen wirtschaftlichen und 
     sozialen Entwicklungen ihre Ursache haben.

 9. Erkennen, daß Völker durch künstlich erzeugte und geförderte Vorurteile, durch aggressiven 
     Nationalismus ohnmächtig und kriegsbereit gemacht werden können.

10. Gesellschaftliche Erscheinungen in Medien und sozialen Gruppen daraufhin befragen können,
      ob sie humane, friedensfördernde oder inhumane, friedensfeinldiche Tendenzen haben.

11. Erkennen, daß das friedliche Miteinander nicht nur ein bloßes Vermeiden von Konflikten sein 
      darf, sondern eine Bereinigung als Austragen von Konflikten in humaner Form bedeuten muß.

12. Völkerrechtsgrundlagen betreffs freundschaftlicher Beziehungen und der Zusammenarbeit 
      zwischen Staaten der UNO kennen.

13. Erkennen, daß bestimmte Gruppen ein Interesse an vorurteilshaftem Verhalten haben können.

14. Erkennen, daß Vorurteile von Urteilen zu unterscheiden sind.

15. Erkennen, daß Vorurteile die Entstehung einer positiv-emotionalen, freundschaftlichen 
      Beziehung verhindern.

16. Erkennen, daß mit Vorurteilen eigene geheime Wünsche, verdrängte Neigungen usw., deren 
      Verwirklichung gesellschaftlich sanktioniert wird, auf andere verlagert werden 
      (Extrapunitivität).

Übersetzung des Lernzielkatalogs "Erziehung zur internationalen Verständigung" (mit einigen Änderungen bez. dem Ursprungstext!)  Bei der Übersetzung half Geoffrey Cheesman vom INTERNATIONALEN HAUS SONNENBERG

Catalogue of aims for international understanding

The following should be achieved:

General aim:
Ability and readiness to break down predudices against other groups and societies, to recognise the conditions which lead to their "differentness" to involve oneself in the creation of a just and peaceful society and on behalf of disadvantaged groups and peoples.

Catalogue of detailed aims:
 1.) The ability to question the political and social environment with respect to the opportunities 
       and dangers involved in the creation of a peaceful future.
 2.) The recognition that without the security of peace, all political efforts to create a democratic 
      Europe are a waste of time.
 3.) The recognition that it is necessary for ones own future, to break down prejudices against other 
      groups ans societies and to recognise that their peculiarities have as much value as those in
     ones own life.
 4.)  The recognition that people must actively involve themselves in the creation of a just and 
        peaceful society and on behalf of disadvantaged groups and peoples.
 5.)  The recognition that violence provokes counterviolence and that the threat of violence can 
        never be used in the interests of creating peace.
 6.) The rcognition that it is necessary to ban offensive warfare.
 7.) The recognition that armament is inflationary, economically damaging, socially dangerous and 
       is, in itself aggressive.
 8.) The recognition that conflicts and war have their roots, not at present in militarism and politics, 
       but in the differing economic and social development of societies.
 9.) The recognition that people can be made powerless and keen for war through artificially 
       produced and promoted prejudices, through a strategy of disguising the truth, of polarising
     opinion and through aggressive nationalism.
10.) The recognition that in the first analysis, warmongering has its roots in economic problems.
11.) The ability to question the images of societies which are portrayed in economic problems.
12.) The recognition that the politics of peace do not simply involve an avoidance of conflict, but 
        the human removal of the whole practise of exercising conflict.
13.) The recognition that the population has the right resist state terrorism.
14.) Knowledge of basic principles of international law concerning friendly relations and co-
       operation bewteen U.N. member states.
Hasso Rosenthal
 

Beispiele einer internationalen Schülerkooperation
zwischen einer polnischen, italienischen und deutschen Schule

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