Nur Mut

Kinder schützen vor Gewalt und Missbrauch

1. Clevere Kids schützen sich!

- Deine Eltern haben dich lieb, es ist schön, dass es dich gibt. Dich gibt es nur 
  einmal!
- Du bestimmst, wer dich anfassen darf. Du sagst laut Nein, wenn du dich unwohl 
  fühlst.
- Gehe nicht mit Fremden. Steige in kein Auto. Frage deine Eltern, wer dich 
  abholen darf.
- Sei nicht dumm, halte Absprachen ein, denn versprochen ist versprochen und  
  wird nicht gebrochen.
- Du kannst deinen Eltern alles erzählen! Du brauchst dich vor nichts und niemand 
  zu schämen!
- Du gehst immer nur den Weg, den dir deine Eltern gezeigt haben. Du kennst dich 
  aus und weißt, wo du Hilfe im Notfall findest!
- Schrei so laut du kannst, wenn du dich bedroht fühlst. Du kannst immer Hilfe 
  holen. Du kennst den kostenlosen Polizei-Notruf 110 (an jedem Telefon).
- Will dich jemand anfassen, so wie du es nicht magst, versteck´ dich nicht. Renne 
  zu den anderen, wo es hell ist.
- Du gibst Fremden weder deinen Namen noch deine Adresse. Nur deine Lehrer, 
  deine Eltern und die Polizei gehen sie etwas an.

2. Du weißt:

- Dein Körper gehört dir!
- Du kannst deinen Gefühlen trauen!
- Du darfst nein sagen, auch innerhalb der Familie!
- Du darfst dir Hilfe holen!

Eltern, so helfen sie, ihre Kinder zu schützen!

a) Ein selbstbewusstes Kind wird selten Opfer! Stärken Sie das Selbstbewusstsein der Kinder. Dies ist ein wirksamer Schutz gegen Gewalttaten.
b) Kinder müssen NEIN sagen dürfen! Sie sind Fremden gegenüber zu nichts verpflichtet.
c) Machen Sie Ihren Kindern klar, dass sie nie mit Fremden mitgehen oder zu ihnen ins Auto einsteigen dürfen. Treffen Sie mit Ihrem Kind klare Verabredungen darüber, wer es abholt.
d) Halten Sie Ihr Kind zu Pünktlichkeit und Offenheit an, zur Einhaltung von Absprachen und fördern Sie es, dass es sich anderen Kindern anschließt.
e) Schaffen Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihren Kindern. Nehmen Sie sich dafür täglich Zeit!
f) Ihr Kind muss Ihnen immer alles erzählen können.
g) Finden Sie mit Ihren Kindern „Rettungsinseln“: ein Geschäft, Verwandte, gute Bekannte, ein Haus, wo es klingeln kann.
h) Über Sie mit den Kindern, um Hilfe zu bitten oder zu rufen (auch kostenlos per Telefon – 110-)
i) Will ein Täter ein Kind anfassen, soll es sich nicht verstecken, sondern dorthin gehen, wo Menschen sind und Licht ist.
j) Bringen Sie Namensschilder auf Innenflächen von Schulranzen und Rucksäcken an. Ansonsten kann ein Fremder das Kind mit Namen ansprechen und damit falsches Vertrauen gewinnen.

 Üben Sie mit Ihrem Kind folgende Regeln:

- Mein Körper gehört mir!
- Ich vertraue meinem Gefühl!
- Ich darf NEIN sagen, auch innerhalb der Familie!
- Ich darf Hilfe holen!

(Quelle: Verband der hessischen Zeitungsverleger; Frankfurter Rundschau 3. August 2001; S. 5)
 

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