27.10. 2012 GEW Kreisverband - Leer 
Ehrung der Jubilare 
(25 und 40 Jahre in der GEW)

Gedicht zur Ehrung der Kolleginnen und Kollegen

„Freundschaft!“ rief man früher einem jeden
zu, Genossen und Kollegen! 
Wirklich lebenswerte Zeiten
uns Kolleginnen zu bereiten,
ist allein in der Lage
die Gewerkschaft, ohne Frage.
Einzig Solidarität
bessert Lebensqualität.
Welch´ ein miserabler Spuk 
ist denn doch der Leistungsdruck.
Papierberge für die Inspektion,
jedes Jahr Jahrhundertreform
von der Stirne heiß
soll Tropfen der Lehrerschweiß.
Nur für Denkarme ist ein Fest
jeder zentrale Leistungstest.

Wir rüsten zum Arbeitskampf
machen den Kultusministern Dampf
bis man auf die Tische lege
vernünftige Arbeitsverträge.
Nur sie können verbriefen echt
das soziale Menschenrecht.

Die hier zusammen gekommen sind,
haben ihren Anteil an dem Erfolg
den in mehr als 200 Jahren
Kolleginnen und Kollegen gemeinsam
erstritten haben.

Darauf stoßen wir, ach nee!
hier an mit einer Tasse Tee.

Poesiealbumsspruch: 
„Viele gute Wünsche
 helfen dir wenig,
wenn du nicht
gemeinsam mit denen,
die mit dir
in der gleichen Lage sind,
für dein Glück,
eure Zukunft
arbeitest.“

Text frei nach Lambertus Metzner 
von Hasso Rosenthal 
 

Hasso Rosenthal
Mitglied im Kreisvorstand der GEW      6. 10. 2012 

Bericht von der Jubilarehrung des Kreisverbandes Leer der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Im Saal des Heimatmuseums Weener trafen sich Jubilare und Mitglieder des Kreisvorstandes der GEW. Die Moderation erfolgte durch den stellvertretenden Kreisvorsitzenden Johannes Akkermann. Die musikalische Umrahumg gestaltete das Duo Jantje Kleen und Christian Kirschstein.

Nach der Begrüßung durch Johannes Akkermann folgte ein Grußwort durch die stellvertretende  Landesvorsitzende der GEW Laura Pooth. Sie nannte Forderungen für die Bildungspolitik für die kommende Landesregierung. So plädiert sie dafür, dass bei der Bildung nicht gespart werden dürfe, fordert eine Absenkung der Klassenobergrenzen, setzt sich für die Absenkung der Unterrichtspflichten ein, ermahnt für eine vernünftige regionale Schulentwicklungsplanung, will eine Verbesserung der Bedingungen in den Ganztagsschulen, 
will für die Gymnasien eine Rückkehr zu den besseren, alten Schulbesuchszeiten: ein Abitur nach Klasse 13. Die Entdemokratisierung in den Schulen müsse gestoppt und rückgängig gemacht werden, Gesamtschulen müssten bessere Bedingungen erhalten. Weiterhin erläuterte sie geplante Reformen der GEW. Der Bezirks- und Kreisvorsitzende der GEW Stefan Störmer würdigte in seinem Grußwort die Leistung der Gewerkschafter, die 25 und 40 Jahre in der GEW sind. Er kritisierte die unsozialen Schulstrukturen, wies auf die ungerechte Schere zwischen arm und reich hin, kritisierte die immer häufiger vorkommenden Beschäftigungs- verhältnisse im Niedriglohnsektor und erläuterte, dass viele Lehrerinnen und Lehrer immer schwerere Arbeitsbedingungen haben, da die Reformen der Landespolitik oft als Rückschritte erlebt werden. Der Vorsitzende des Ortvereins Rheiderland der GEW hob in einem launigen Bilder- und Lyrikvortrag die Bedeutung der Gewerkschaften hervor: „Wirklich lebenswerte Zeiten uns Kolleginnen zu bereiten, ist allein in der Lage die Gewerkschaft, ohne Frage.
Einzig Solidarität bessert Lebensqualität.“ 

Anschließend folgte die Ehrung der Kolleginnen und Kollegen, darunter Helmut Collmann (Präsident der Ostfriesischen Landschaft), Horst Kuhl (Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag), Herbert Broich (Vorsitzender des Arbeitskreis Schule und stellvertrender Landrat). Johannes Akkermann hob dabei hervor, dass sich alle Geehrten um die Gesellschaft verdient gemacht haben. Die Veranstaltung schloss mit einer Führung durch das Heimatmuseum unter der Leitung der Vorsitzerin des Museums Margarethe von Glan-Hesse.

 

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